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Ein Plädoyer für das Reisetagebuch

Der Backpacker Trip durch Australien, die Flitterwochen auf den Malediven oder der erste Urlaub mit dem Nachwuchs. Alles Reisen, die viele schöne Erinnerungen schaffen. Um sich diese Erinnerungen ins Gedächtnis zu rufen, benötigt es heute oft nur noch einen Klick auf das eigene Social Media Profil.

Hier teilen die meisten Menschen Erlebnisse mit der Gewissheit: Das Internet vergisst nie. Warum sollten wir uns also die Mühe machen, ein altmodisches Reisetagebuch mit handschriftlichen Texten zu führen?

Reisetagebücher lassen mit allen Sinnen erinnern

In Zeiten der Digitalisierung ist es keine Seltenheit, dass wir Unmengen an Fotos aus dem Urlaub mitbringen, sie an diversen Stellen im Netz hochladen oder unseren digitalen Bilderrahmen bestücken. Es sind wertvolle Erinnerungen an bestimmte Orte und Motive. Um sich allerdings auch Jahre später noch einmal in die Situation zurückversetzen und sich an Details sowie vor allem Gefühle erinnern zu können, reichen die schnell geknipsten Bilder nicht aus. Ein Reisetagebuch hingegen kann so viel mehr aufnehmen.

Gefühle und Gedanken, die in dem Moment zu intim sind, um sie mit den Facebookfreunden zu teilen, sind in einem persönlichen Reisetagebuch gut aufgehoben. Das größte Plus findet sich jedoch in der Möglichkeit, Erinnerungsstücke einzukleben. Eine getrocknete Blume von der netten Urlaubsbekanntschaft, die Zuckertüte aus einem ganz besonderen kleinen Kaffee oder die klassische Eintrittskarte lassen sich beim Lesen und Blättern anfassen. Vielleicht geben sie sogar noch einen besonderen Geruch ab oder es gibt eine Geschmackserinnerung. Wir haben die Möglichkeit, mit allen Sinnen noch einmal zurück an jenen Ort und in jene Situation einzutauchen. Die Erinnerungen sind lebendiger, als wenn wir einfach nur ein Foto auf unserem Handy ansehen.

Ein erlebnisreicher Urlaub macht aus einem Reisetagebuch eine Erinnerungsschatzkiste

Der Pauschalurlaub in einem Resort, geprägt von Strandtagen und Cocktails am Pool, kommt sicher ohne Reisetagebuch aus. Bei einer Weltreise, Rundreise oder auf Rucksackreise gibt es hingegen täglich neue Erlebnisse, die das Potenzial von Reisetagebüchern voll ausschöpfen können. Wer sich auch Jahrzehnte später noch an den Namen eines freundlichen Einheimischen erinnern möchte, der ihm so nett den Weg beschrieben hat, schreibt diese Begegnung in seinem Tagebuch nieder. Eine weitere Reiseform, die sich hervorragend zum Führen eines Reisetagebuchs eignet, ist die Kreuzfahrt. Täglich wechselnde Orte oder sogar Länder und viele Erlebnisse in kurzer Zeit lassen sich so verarbeiten. Und mal ehrlich: Abends an Deck mit dem Meeresrauschen im Ohr und den Cocktail in der Hand passt das klassische Reisetagebuch viel besser zur Atmosphäre als ein Smartphone oder Tablet.

Wohnhaus

Was passiert, wenn ich die Wohnimmobilie vor Heimaufnahme übertrage oder verschenke?

Nach vielen mühevollen Jahren ist eine Wohnimmobilie abbezahlt und dient somit als Altersvorsorge. Eltern wünschen sich natürlich, dass ihre Eigentumswohnung oder Einfamilienhaus in den Besitz der Kinder oder Angehörigen übergeht. Leider muss im Alter immer damit gerechnet werden, dann einer oder beide Ehepartner pflegebedürftig werden und vielleicht sogar in ein Pflegeheim müssen.

Das das eigene Einkommen und Vermögen meist nicht zur Deckung der Heimpflegekosten ausreicht, benötigen viele die Hilfe des Sozialamtes. Der Sozialhilfeträger kann je nach Bundesland mit Pflegewohngeld und Sozialhilfe die Kosten für eine Heimunterbringung übernehmen. Jedoch wird Sozialhilfe immer nachrangig gewährt. Dies bedeutet, dass bestimmte Vermögensschongrenzen in Betracht kommen. Für Pflegewohngeld dürfen Alleinstehende nicht mehr als 10.000 Euro und Ehepaare nicht mehr als 15.000 Euro an Vermögen besitzen. Müssen zusätzlich noch Sozialhilfeleistungen gewährt werden, dann sinkt die Vermögensschongrenze bei Alleinstehenden auf 5.000 Euro und bei Ehepartner auf 10.000 Euro.

Vielen ist durchaus bewusst, dass Vermögen beim Sozialamt anzugeben und ggf. zu verwerten ist. So sind sich viele Eheleute einig, kurz vor Heimaufnahme ihre Wohnimmobilie an die Kinder oder Angehörigen zu übertragen.

Auf die 10-Jahres-Frist kommt es an

Nach § 528 des Bürgerlichen Gesetzbuches steht dem Schenkenden das Recht zu, eine Schenkung rückgängig zu machen, wenn er aufgrund der Schenkung bedürftig geworden ist und somit nicht mehr seinen Lebensunterhalt selbst aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Diesen Anspruch kann auch der Sozialhilfeträger auf sich überleiten, sodass Schenkungen, die vor Heimaufnahme getätigt worden sind, vom Beschenkten zurückgefordert werden können. In diesem Fall kommt es jedoch auf den Zeitpunkt der Schenkung an.

§ 529 BGB sagt, dass der Anspruch auf Rückforderung einer Schenkung ausgeschlossen ist, wenn zum Zeitpunkt des Eintritts der Bedürftigkeit seit der Leistung des geschenkten Gegenstandes mehr als 10 Jahre vergangen sind. Wichtig ist, dass es hier auf den Eintritt der Bedürftigkeit ankommt und nicht auf den Zeitpunkt der Geltendmachung.

Beispiele der 10-Jahres-Frist

Ein Einfamilienhaus wird am 01.01.2008 an die Kinder verschenkt. Am 01.01.2019 ist die 10-Jahres-Frist abgelaufen. Tritt am 01.01.2019 jedoch die Bedürftigkeit ein, dann kann die Schenkung zurückgefordert werden. Tritt die Bedürftigkeit erst am 01.02.2019 ein, dann ist die Frist verstrichen.

Wird das Einfamilienhaus zum Beispiel am 01.03.2019 an die Kinder verschenkt und der Hilfebedürftige kommt zum 15.03.2019 in ein Pflegeheim, dann ist die Bedürftigkeit vorher erfolgt, sodass die Schenkung von den Kinder zurückgefordert werden kann.

Wie kann einer Rückforderung entgegengewirkt werden?

Falls die Kinder das übertragene Elternhaus selbst nutzen möchten, bleibt Ihnen in aller Regel nichts anderes übrig, als die Anträge auf Sozialhilfe zurückzunehmen und die Kosten für die Heimunterbringung des Elternteils bzw. beider Eltern im Pflegeheim aus eigenen Mitteln zu decken. In diesem Fall bietet es sich an, einen günstigen Ratenkredit bei einer Bank aufzunehmen. Auch wenn es sehr makaber klingt, sollten die Beschenkten anhand der öffentlich zugänglichen Sterbetafeln ausrechnen, wie lange ggf. noch die Eltern im Pflegeheim leben und danach die Höhe des Darlehens berechnen.

Haben Kinder kein Interesse an einer Immobilie, dann kommt meist nur der Verkauf in Betracht. Da dieser nicht von heute auf morgen über die Bühne geht, lässt sich mit den Sozialhilfeträgern auch eine darlehensweise Gewährung von Sozialhilfe vereinbaren. In diesem Fall trägt sich das Sozialamt in das Grundbuch der Wohnimmobilie ein. Nach dem Verkauf fließt der Teil des Verkaufserlöses bis zur Höhe der bisher erbrachten Sozialhilfeleistungen dem Sozialhilfeträger zu.

Nicht alle Schenkungen werden zurückgefordert

Während Schenkungen von Immobilien in aller Regel vorEintritt der 10-Jahresfrist rückgängig gemacht werden, sieht dies bei Anstandsschenkungen anders aus. Wenn zum Beispiel die Großeltern ihrem Enkel kleinere Geldsummen zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken, dann werden diese nicht zurückgefordert. Es handelt sich hierbei um Anstandsschenkungen. Vorsichtig sollte man mit Sparverträgen sein. So legen viele Großeltern für ihre Enkel ein Sparbuch an und sparen über viele Jahre darauf beträchtliche Summen. Hier kommt es nicht nur auf die Höhe der Sparsumme an, sondern auch um den Besitz eines solchen Sparbuches. Verbleibt dieses bei den Großeltern, dann gehört es zum Vermögen. Besitzt dagegen der Enkel das Sparbuch, dann gehört es letztlich ihm. Verständlicherweise darf es sich hierbei nur um übliche Sparsummen handeln.

Keinesfalls können Großeltern, die pflegebedürftig geworden sind und in ein Pflegeheim gehen, sich zuvor auf diese Weise entreichern. Dies bedeutet, dass zum Beispiel ein größeres Sparvermögen von vielen tausend Euro nicht einfach auf das Sparbuch des Enkel übertragen werden können, um diese vor dem Sozialamt zu retten.

Lottozahlen

Welche Lottozahlen sind am häufigsten?

Diese Frage stellt sich der Lottospieler. Trotz aller logischen Berechnungen und mathematischen Voraussagen wiederholen sich einige Lottozahlen oft, was nicht nachvollzogen werden kann.

Die häufigsten zehn Lottozahlen 2019 wurden präsentiert von https://www.onlinelottovergleich.de/:

• 22 7 mal,
• 36 6 mal,
• 42 5 mal,
• 13 4 mal,
• 23 3 mal,
• 43 2 mal,
• 41 einmal.

Die 22 wurde siebenmal gezogen, allerdings nur die 22. Keine andere Zahl wurde so oft gezogen. Somit ist die 22 die begehrteste Zahl 2019, was sich jedoch schnell ändern kann. Die Trommel, die für die richtigen Lottozahlen verantwortlich ist, lässt sich nicht beeinflussen. Wenn beide Ziehungen, also mittwochs und samstags, berücksichtigt werden, sind folgende Zahlen die am häufigsten gezogenen innerhalb der letzten Jahre:

• 6 585 mal,
• 32 567 mal,
• 49 565 mal,
• 26 560 mal,
• 38 557 mal,
• 31 554 mal,
• 33 553 mal,
• 22 550 mal,
• 3 544 mal.

Die 6 hat in der Statistik ganz klar den Vortritt.

Die 13 ist nicht sehr siegreich, ebenso wie die 48. Viele Lottospieler nehmen die Statistiken als Vorlage und tippen die häufigsten Lottozahlen. Andere Tipper hingegen setzen absichtlich die selten gezogenen Lottozahlen ein. Bei jeder Ziehung gilt jedoch die gleiche Wahrscheinlichkeitsrechnung. Aus dem Vergleich älterer Statistiken ist ersichtlich, dass die Zahlen etwas anders aussehen; 2016 beispielsweise wurde folgende Übersicht präsentiert.
• 43
• 26
• 6
• 38
• 31
Bemerkenswert ist, dass die 6 bisher im Jahre 2019 nicht zu den TOP Zahlen gehört.

Nachteile der häufigsten Lottozahlen

Der Vorteil für den Tipper könnte unter Umständen dazu führen, dass die häufigsten Zahlen zwar zu einem Gewinn führen können, jedoch wird es sich kaum um den Jackpot handeln. Wenn sich viele Tipper entschließen, die häufig genutzten Lottozahlen anzukreuzen, bedeutet das für den Lottospieler, dass auch bei einem Haupttreffer die Gewinnsumme reduziert wird, abhängig von der Zahl der richtig tippenden Lottospieler. Zu viele Spieler tippen bei dieser Strategie die gleichen Zahlen. Da viele Lottospieler besondere Daten wie Geburtstage, Hochzeitstage oder dergleichen ankreuzen, werden bestimmte Zahlen seltener getippt. Von Experten werden die Zufallszahlen positiv gewertet. Wenn Online getippt wird, gibt es die Möglichkeit, sich Zufallszahlen anzeigen zu lassen, die dann auch meistens angekreuzt werden.

Die häufigste zweier-Kombination

• 9-10 85 mal
• 6-7 83 mal
• 10-11 81 mal
• 17-18 73 mal
• 31-32 72 mal
• 26-27 71 mal
• 35-36 71 mal
• 30-31 71 mal
• 32-33 71 mal
• 11-12 70 mal.

Die häufigste dreier-Kombination
• 9, 10, 11 15 mal
• 23,24, 25 12 mal
• 17, 19, 20 12 mal
• 5, 6, 18 11 mal
• 3, 9, 10 11 mal
• 6, 9, 10 11 mal
• 7, 9, 10 10 mal
• 15, 16, 17 10 mal
• 28, 31, 33 10 mal
• 17, 18, 19 10 mal
Es gibt sogar die 5er-Kombination, die allerdings einheitlich je zweimal aufgetreten ist:
• 1, 2, 22, 36, 41
• 2, 9, 14, 16, 37
• 15, 17, 20, 34, 41
• 1, 25, 26, 30, 39
• 14, 19, 27, 31, 39
• 2, 4, 14, 16, 22
• 1, 3, 4, 8, 12
• 5, 11, 13, 29, 35,
• 7,12, 16, 27, 35
• 3, 4, 8, 12, 22

Die Dauerbrenner sind wohl die 6, 43 und 49. Festgestellt wurde außerdem, dass Zahlen am Rand weniger häufig getippt werden. Die Zahlen 1 bis 39 sind beliebter als die Zahlen 32 bis 49. Wahrscheinlich sind diese Zahlen nicht mit Geburtstagszahlen zu kombinieren. Schnapszahlen wie 11, 22, 33 und 44 werden relativ gern genommen von bestimmten Tippern mit interessanten Strategien. Nach aktuellem Stand werden die folgenden Zahlen laut der statistischen Skizze selten gezogen; eventuell sollten Lottospieler diese einsetzen, denn irgendwann kommt ja mal jede Zahl dran.

• 8, 13, 20, 21, 28, 45.

Eine Garantie gibt es jedoch in diesem Bereich niemals. Interessant ist, dass die 28 und die 17 in den letzten 3 Monaten nicht gezogen wurden. Da denken die Mathematiker, dann müssen die Zahlen ja nächstens dabei sein. Die Software namens Lottozahlen-Rechner führt komplizierte und komplexe Berechnungen durch, um die Häufigkeit der Lottozahlen zu analysieren. Viele Tipper vertrauen jedoch einfach dem Zufall und wählen ihre Lottozahlen nach diesem Prinzip. Viele Strategien sind dahingehend, den Tippschein als Strickmuster oder Häkelmuster zu nutzen, aber den Jackpot haben auch diese Tipper nicht erwischt. Irgendwann kommt jede Zahl; dieses Ereignis tritt aber wann ein? Die Lottokugeln gleichen sich im Material, der Form und dem Gewicht, daher verfügen auch alle Kugeln über die gleiche Wahrscheinlichkeit, dass sie irgendwann gezogen werden.